Lichtwellenleiter (LWL)
Licht ist Zukunft - Dem Standard einen Schritt voraus

In einem zukunftssicheren LAN gehen Kupfer und LWL Hand in Hand

(LAN = Gruppe von Computern, die über einen geographisch begrenzten Bereich
(z. B. Großraumbüro) verteilt und durch Kommunikationsleitungen miteinander verbunden sind)
Die Planung lokaler Netzstrukturen wird vom Gebot der Zukunftssicherheit bestimmt.
Das zurzeit vorherrschende Innovationstempo lässt Netzwerke bereits nach zwei
bis drei Jahren veralten. Im Gegensatz zur aktiven Technik besitzt die
Gebäudeverkabelung ganz andere Innovationszyklen, denn eine schnelle
Umrüstung der Verkabelung im laufenden Betrieb ist nicht realisierbar.
Aus diesem Grund muss die passive Verkabelung für eine Nutzungsdauer
von ca. 10 bis 15 Jahren dimensioniert werden.
Übertragungsverfahren beruhten bis vor zwei Jahrzehnten
auf einer festen Topologie und waren an ein festes
Übertragungsmedium gebunden. Kupferverkabelung war
Usus und wurde je nach Bedarf bis in den LAN-Bereich verlegt.
Mit dem Lichtwellenleiter (LWL) wurde ein alternatives Medium
zur Kupferverkabelung geschaffen, das nicht nur den steigenden
Informationsbedarf durch eine hohe Bandbreite und
Übertragungsreichweite bewältigt, sondern auch ein hohes
Maß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit gewährleistet.
Auch heute bestimmen nationale und internationale Standards die Verwendung von
bandbreitenabhängigen Verkabelungsstrecken und Komponenten, doch wird die Entscheidung
zunehmend von der Universalität und Zukunftssicherheit statt der Normierung oder den
unmittelbaren Kosten des Verkabelungssystems bestimmt. Dementsprechend hält die
Glasfaser auf Grund ihrer optimierten Verbindungs- und Ventiltechniken nicht nur in die
Weitverkehrstechnik, sondern auch in den LAN-Bereich immer mehr Einzug.
Glasfaser im Vormarsch

Der Siegeszug der Glasfaser beruht auf den steigenden Anforderungen an die heutigen
Verkabelungssysteme. Sie sind um ein Vielfaches höher als noch vor zehn Jahren.
Die Planung wird völlig auf die zukünftige LAN-Technologie und die sich ankündigenden
Kommunikationsdienste ausgerichtet. Bestehende und neue aktive Geräte sollen jederzeit
flexibel und langfristig einsetzbar sein. Die Verkabelungssysteme müssen
  • zuverlässig
  • wartungsfrei
  • abhörsicher sowie
  • leicht installierbar und
  • unempfindlich gegen externe Störeinflüsse sein.
Um den Anforderungen der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre
in punkto Netzwerktechnik und Bandbreite zu entsprechen,
sind außerdem Kapazitätsreserven in den wichtigsten
Bereichen erforderlich. Bei der Entwicklung der Datenrate
geht die Forschung von einer Verzehnfachung in einem Zyklus
von fünf Jahren aus. Bereits in den kommenden drei bis vier
Jahren soll im LAN die Schwelle zu 10 GBit/s überschritten
werden. Deshalb müssen zukunftssichere
Verkabelungssysteme so universell sein, dass sie keiner
Nachverkabelung bedürfen, für alle Kommunikationsservices
nutzbar sind und mehrere Netzwerkgenerationen
überdauern können.